17.01.2026 Hamburg
Trotz des schlechten Rufs den die DB zur Zeit genießt, haben wir Hamburg heute um 16:43 Uhr fast pünktlich erreicht (6 Min. später als nach Fahrplan).
Nach dem Check-In im Moxy-Hotel Hamburg City sind wir zu einem nahegelegenen vietnamesischen Restaurant gegangen. Morgen gegen 12 Uhr werden wir auf der AIDA einchecken.
Abfahrt in Neu-Ulm um 9:50 Uhr:

18.01.2026 Auf See
Nach dem Frühstück im Hotel mit dem Taxi zum Kreuzfahrtterminal Steinwerder, das war unser erster Step heute. Dann einchecken.
Hat alles gut geklappt heute bis auf einen unserer zwei Koffer, der recht spät, nachdem wir schon 4 Stunden an Bord waren, zur Kabine gebracht wurde. Der zuständige Offizier erklärte am Abend, dass überraschend viele Gepäckstücke, er sprach von über 3.900 Stück, heute zu den Kabinen gebracht werden mussten. Das war auch der Grund, dass wir erst um 19:15 Uhr ausliefen (geplant war 18:00 Uhr).
Wir erkundeten das Schiff und nach dem Abendessen hörten wir der Liveband zu, die tolle Rockmusik spielte.




19.01.2026 Auf See
Als wir aufwachten befanden wir uns vor der holländischen Küste Richtung Ärmelkanal. Wir haben ein großes Kabinenfenster aber zu sehen gab es nichts. Es herrschte Nebel und unser Schiff lies alle 2 Minuten ein Hornsignal von sich.
Gegen Mittag löste sich der Nebel auf und die Sonne strahlte, aber bei Außentemperaturen von 5 Grad und strammen Wind war es draußen nicht angenehm.

Dafür war es drinnen angenehm und wir liesen den Tag wieder mit einer Show ausklingen.

20.01.2026 Auf See
Nachdem wir in der Nacht die relativ ruhigen Gewässer des Ärmelkanals verlassen hatten, begann der Tag mit einer ordentlichen Dünung des offenen Atlantiks die uns in Schlangenlinien die Gänge entlanglaufen lies.

Der schwere Seegang hielt den ganzen Tag an. Die Außendecks waren deshalb auch gesperrt. Lustig war die Situation in den Restaurants wo die Leute, wir natürlich auch, mehr oder weniger torkelnd unterwegs waren und es ab und zu kleine Unfälle gab (zerbrochene Teller) weil man mit einem Teller in der einen Hand und einem Glas in der anderen sich ja nirgends festhalten konnte. Für das Unterhaltungsprogramm gab es aber keine Einschränkungen.

21.01.2026 Auf See
Rita hat sich heute aufgerafft, die Fitness-Area zu besuchen. Auch heute war ziemlicher Seegang, aber wir haben uns an den seemännischen Gang gewöhnt.
Das Wetter wird immer wärmer und wir haben schon 15 Grad Außentemperatur. Auf Deck kommt allerdings der Wind-Chill dazu und nur in geschützten Bereichen kann man es aushalten. Nach drei Tagen auf See werden wir morgen Lissabon erreichen.



22.01.2026 Lissabon/auf See
Lissabon meinte es heute wettermäßig nicht so gut mit uns. Nach dem Anlegen schien noch die Sonne (erstes Bild), aber dann zogen Wolken auf und später regnete es ordentlich. Wir gingen zu Fuß zum Barrio Alto, fuhren dann mit der historischen Straßenbahn zum gegenüberliegenden Hügel (Alfama). Von dort gingen wir wieder zu Fuß zurück in die Baixa (Zentrum) und dann aufs Schiff. Unterwegs trifft man ja auf einige Miradouros (Aussichtspunkte), die aber heute halt ein wolkenverhangenes Lissabon boten. Immerhin waren es so 14 Grad.


Praça do Comércio

Arco Triunfal da Rua Augusta


Miradouro de São Pedro de Alcântara








Das Ablegen um 15:30 Uhr und die Ausfahrt aus dem Hafen, unter der „Brücke des 25. April“ durch, vorbei am „Torre de Belém“, hätte ein schönes Erlebnis sein können. Aber der Regen und tiefhängende Wolken hatten etwas dagegen.
Auf dem Atlantik schaukelte es dann ein bisschen, aber nicht so heftig wie vor zwei Tagen.
23.01.2026 Auf See
Die See war ruhig heute und die Sonne schien. Auf Deck waren es 18 Grad, allerdings wehte ein kräftiger Wind. Wir haben die Winterjacken im Koffer unter dem Bett verstaut und genossen den Vorfrühling.



24.01.2026 Teneriffa/auf See
Schrieb ich gestern noch vom Vorfrühling, so war es heute Sommer. Aber der Reihe nach:
So um die Mittagszeit habe wir in „Santa Cruz de Tenerife“ angelegt. Nach dem Mittagessen sind wir dann losgezogen. Wir hatten uns schon daheim einen Ausflug mit der Straßenbahn nach „San Cristóbal de La Laguna“ ausgesucht und unweit des Hafens war auch die Haltestelle. Nun liegt „Laguna“ auf 550 m Höhe und hat ein paar Grad weniger als „Santa Cruz“, aber das machte bei dem schönen Wetter nicht viel aus. In „Santa Cruz“ waren es heute fast 20 Grad.
„Laguna“ ist Weltkulturerbe wegen seines schachbrettartigem Straßenbild aus dem 16. Jahrhundert. Damals wurde „Laguna“ zum Hauptort der Insel. Wegen seiner Höhe bot es Schutz vor Piraten, es gab einen See und das Land war flach und zum Ackerbau geeignet. Später wurde „Santa Cruz“ mit seinem Hafen der Hauptort, aber die herrschaftlichen Häuser aus der damaligen Zeit blieben in „Laguna“ erhalten. Es war ja Samstag und deshalb waren alle Bars in den Straßen voll.











25.01.2026 Auf See
Bis zu den Kapverdischen Inseln, unserem nächsten Ziel, sind es noch rund 1.600 km oder zwei Seetage. Das Wetter ist schön und wir genossen unseren ersten Badetag auf dem Meer.

26.01.2026 Auf See
Wir haben die Uhrzeit wieder um eine Stunde zurückgestellt (-2 h zu Deutschland) und befinden uns so vor Mauretanien. Irgendwann haben wir auch den nördlichen Wendekreis überquert und befinden uns in den Tropen.

27.01.2026 Mindelo, Kap Verden / auf See
Da wir schon am frühen Vormittag in Mindelo, auf der Kapverdischen Insel São Vicente, angelegt haben, konnten wir noch bei angenehmen Temperaturen einen Stadt-Spaziergang unternehmen. Die Kapverdischen Inseln gehören ja geographisch zu Afrika und das Straßenbild wird deshalb auch von dunkelhäutigen Menschen dominiert. Allzu viel gab es nicht zu entdecken: Fischmarkt, Markthalle und Stadtstrand.
Zurück an Bord musste man sich eine Liege im Schatten suchen, den die tropische Sonne schien unbarmherzig.







28.01.2026 Auf See
Sind wir bisher so entlang Europa und Westafrika entlanggeschippert, so sind wir nun dabei, den Atlantik zu überqueren. Das beschert uns einschl. heute drei Seetage und nochmal zwei Stunden Zeitunterschied. Das Wetter ist angenehm mit 25 Grad und bisher haben wir immer ein ruhiges Plätzchen mit Liegen an Deck gefunden. Ruhig deshalb, weil im Bereich der Poollandschaft immer irgendwelches Gedöns mit Musik und Unterhaltung ist, dem man aber gut ausweichen kann.



29.01.2026 Auf See
Heute war es so ähnlich wie gestern, aber einen Tick heißer. Kein Wunder, wir nähern uns dem Äquator, den wir voraussichtlich morgen passieren.

30.01.2026 Auf See
Genau um 15:15 Uhr überquerten wir den Äquator. Außer ein paar Horntönen, die der Kapitän tuten lies, war nichts Besonders. Wir hatten schon gedacht, dass es für einige eine Äquatortaufe gäbe. Später erfuhren wir, dass am Pooldeck eine weiße Linie am Boden markiert war und die Leute dort „über den Äquator“ springen konnten.
Noah muss ähnliches empfunden haben, als wir heute eine Taube am Schiff sahen: Es muss irgendwo Land sein. Dass wir aber zu diesem Zeitpunkt noch 600 km vom Festland weg waren, ist schon bemerkenswert. Immerhin ist eine Taube kein Vogel, den man auf hoher See erwarten würde.
Während wir uns auf dem Oberdeck vergnügten, gingen innen, wie jeden Tag, Proben für die abendlichen Shows „über die Bühne“.
Morgen früh werden wir im ersten brasilianischen Hafen, Fortaleza, anlegen.


31.01.2026 Fortaleza/auf See
Fortaleza ist mit weit über 2 Mill. Einwohnern die fünftgrößte Stadt Brasiliens. Hier wollten wir heute zum ersten Mal brasilianischen Boden betreten. Aber daraus wurde nichts.
Wir sind ja pünktlich um 9 Uhr eingetroffen und haben festgemacht. Aber wegen verschiedener Umstände, wie eine ziemliche Dünung vom Atlantik und heftige ablandiger Winde, gelang es nicht, eine ruhige Position am Pier zu erlangen. Das Schiff bewegte sich trotz der gespannten Leinen heftig auf und ab und auch vom Pier weg und wieder hin. Der Versuch eine Gangway sicher zu platzieren gelang auch nicht. Aus Sicherheitsgründen, der Wind sollte am Nachmittag noch stärker werden, brach der Kapitän unseren Aufenthalt in Fortaleza dann ab und wir fuhren wieder aus offene Meer hinaus. Den Bildern sieht man die „Dramatik“ nicht an.



01.02.2026 Auf See
Langsam sehnen wir uns nach einem Landgang. Wir sind nun praktisch schon 5 Tage am Stück auf See und es wird etwas langweilig. Es ist an Bord wie an einem Strandtag: Es ist warm (29 Grad) und die Sonne scheint. Man liegt auf einer Liege, vorwiegend im Schatten, holt sich ab und zu einen Drink, und schaut aufs Meer. Obwohl abertausende Schiffe gleichzeitig auf den Ozeanen unterwegs sind, sieht man kaum mal ein Schiff, geschweige denn einen Delphin oder Wal.
Heute Abend war bei Vollmond eine Mondparty auf dem Pooldeck angesagt.

02.02.2026 Recife/auf See
Heute morgen hat es nun mit dem ersten Schritt auf brasilianischen Boden geklappt. Wir wollten in das so 10 km entfernte Olinda fahren, das ist eine Weltkulturerbe-Lokation. Olinda wurde von den Portugiesen 1530 gegründet und war die erste Hauptstadt der Region Pernambuco. Die Ehrung Weltkulturerbe wurde aus verschiedenen Gründen verliehen: historische Altstadt, ursprünglicher brasilianischer Karneval, barocke Kirchen und die schöne Hügellage am Atlantik.
Der Taxifahrer am Kreuzfahrtterminal wollte dreißig Dollar für eine einfache Fahrt aber Uber machte es für 3,20 €. Der Fahrer brachte uns auch zu einem Geldautomaten, denn wir benötigten noch brasilianische Reales.
Uns hat Olinda gut gefallen, aber Weltkulturerbe? Zurück liesen wir uns in die Altstadt von Recife fahren und von dort aus gingen wir zu Fuß zum Kreuzfahrtterminal. Im Hafenbereich gab es für den Karneval geschmückte Straßen und es wurden große Bühnen aufgebaut.
Recife vom Meer gesehen, mit seinen Wolkenkratzern, macht da einen Eindruck wie z.B. Miami. Kommt man in die Straßen, so sieht es schon etwas bescheidener aus. Die hohe Polizeipräsenz auf den Straßen gab uns ein Sicherheitsgefühl, dass heute morgen vom Kapitän bei seiner Durchsage etwas gelitten hatte. Er empfahl nämlich äußerst minimale Ausrüstung an Wertgegenständen (nur ein Handy, kein Schmuck, nur Passkopien, minimal Bargeld und wenn möglich keine Kreditkarte). Recife sei ein Kriminalitäts-Hotspot und auch mit den Mosquitos sei nicht zu spaßen (Dengue und Zika Übertragungsgefahr).
Aber alles halb so wild, zu mindestens tagsüber. Aber es war heiß: 32 Grad.














Wir sind nach Einbruch der Dunkelheit ausgelaufen (in den Tropen wird es so um 18 Uhr dunkel) und der Vollmond beleuchtete unseren Kurs.


03.02.2026 Auf See
Am 21.12. befindet sich am Südlichen Wendekreis die Sonne am Mittag genau im Zenit. Am 21.03. steht sie am Äquator am Mittag im Zenit. Heute haben wir uns so im Bereich des 12. Breitengrads Süd bewegt, was ungefähr der Mitte zwischen den Südlichen Wendekreis und dem Äquator entspricht. Das heißt, heute um Mittag stand die Sonne genau senkrecht über der AIDA.

04.02.2026 Auf See
Es ist sehr heiß hier in den Tropen und auf Deck sind die Schattenplätze begrenzt. In der Regel Nachmittags gibt es genügend Liegen im Schatten und so sind wir Vormittags meist im kühlen Innern. Rita geht ins Fitness-Studio und ich lasse mich regelmäßig massieren.

Morgen geht es wieder an Land in Armação dos Búzios, dem Saint Tropez Brasiliens.
05.02.2026 Armação dos Búzios/auf See
Búzios liegt noch knapp innerhalb der Tropen (um die 22 südl. Breite) und gilt als der mondänste Badeort Brasiliens. Dazu beigetragen, oder gar verursacht, hat das Brigitte Bardot, die 1964 den Ort als ursprünglichen, unverfälschten Fischerort für sich entdeckt hat. Strenge Bauvorschriften (kein Häuser mehr als 2 Stockwerke hoch) haben den dörflichen Charakter erhalten.
Zum Landgang in Búzios mussten wir heute tendern (mit kleinen Beibooten an Land fahren), was natürlich eine langwierige Aktion ist. Aus irgendeinem Grund war nur eine Schiffsöffnung für die Ausschiffung vorgesehen und bei fast 2.000 Passagieren, einer nach dem anderen, dauerte es halt eineinhalb Stunden bis wir dran waren.
Búzios hat 25 Strände und wir gingen einige davon ab. Wir hatten Badezeug dabei, aber es war fast unmöglich, ein Handtuch auszulegen. An der Praia João Fernandez gingen wir in eine Strandbar und erfrischten uns mit sehr kaltem Bier. Vielleicht die bessere Alternative als 28 Grad warmes Wasser.









06.02.2026 Ilhabela/auf See
Heute Nacht haben wir auf unserer Reise nach Süden Rio de Janeiro passiert. Auf der „Rückreise“ werden wir dort anlegen. Aber heute war die „Schöne Insel“ Ilhabela unser Ziel. Wieder hieß es tendern, weil kein Hafen für große Schiffe vorhanden war. Aber es lief heute bedeutend besser als gestern. Wieder gingen wir so 1,5 km vom Ort Ilhabela weg zum Strand „Praia do Barreiros“. Aber anders wie gestern, wo die Strände von Einheimischen überfüllt waren, war diese Praia fast menschenleer. Es gab Schatten und Strandduschen, aber keine Bar. Und es war sehr sauber dort. Nach dem Baden sind wir wieder ins Zentrum zurück, um uns auch innerlich zu erfrischen. Dann zurück auf die AIDA.






Wir werden heute Abend wieder auslaufen und dann zwei Seetage bis Buenos Aires haben.
07.02.2026 Auf See
Nun sind wir vorläufig aus Brasilien ausgereist. Die Ausreise, wie auch die Einreise vor einiger Zeit, erfolgte für uns völlig unbemerkt. Das geht auf der AIDA so: Im ersten brasilianischen Hafen kamen Grenzbeamte an Bord und stempelten die Pässe. Beim letzten Stopp gestern ebenso. Während der ganzen Reise verbleiben die Pässe bei der Reiseleitung. Zum Landgang genügt immer die Bordkarte. Das gilt auch für Argentinien und Uruguay in den nächsten Tagen.
Übermorgen kommen wir nach Buenos Aires, also höchste Zeit eine authentische Tango-Bar zu buchen. Die „Bar Sur“ sei eine der besten der Stadt und da auch der Franz Beckenbauer schon mal hier war, kann es nicht verkehrt sein.

08.02.2026 Auf See
Die heutige Etappe führte ja entlang der uruguayischen Küste, vorbei an Punta del Este (unser Ziel in ein paar Tagen) in den Mündungstrichter des Rio del la Plata. Im Mündungstrichter liegen dann noch Montevideo (nördlich) und Buenos Aires (das erreichen wir morgen früh).



Wir haben ja sowohl zeitlich als auch distanzmäßig (8.000 Seemeilen/15.000 km) ungefähr die Hälfte unserer Reise genossen. Zeit für eine kleine Zwischenbilanz:
Auf der AIDA sind ja so ungefähr zweitausend Passagiere. Das fällt so im allgemeinen nicht so auf, weil die Menge sich auf dem Schiff verteilt. Nur wenn, wie heute, eine Rettungsübung stattfindet oder wenn getendert wird, gibt es ein Gedränge. Auch in den Bordrestaurants, es gibt so drei Große, bei denen alles inkludiert ist, und ein paar kleinere Restaurants, findet man stets reichlich Platz.
Was auffällt, ist die größere Zahl an Rollstuhlfahrern. Das liegt wohl daran, dass die AIDA ziemlich behindertengerecht ist und beim tendern kräftige Matrosenarme helfen können. Was auch auffällt ist der Prozentsatz an adipösen Passagieren. Rita sagt, dass im Fitnessbereich fast nur schlanke Leute trainieren. Vielleicht hat es ja auch damit zu tun, dass fast alle Mitpassagiere, man kommt ja mit vielen ins Gespräch, schon viele Kreuzfahrten gemacht haben und dreimal am Tag üppiges Buffet hinterlässt halt Spuren. Apropos Essen: Wir hatten ja 2017 schon mal eine Kreuzfahrt mit der AIDA gemacht und empfanden das Essen damals besser. Das bestätigten auch die Mitpassagiere. Aber das ist jammern auf hohem Niveau und wir finden immer irgendwelche Leckereien, vor allem Fischgerichte. Die Highlights der Reise, außer dem schönen Wetter, liegen nun unmittelbar vor uns: Buenos Aires, Montevideo und Rio de Janeiro.
Ich hatte ja von den Restaurants gesprochen: Unser Favorit ist das „East Restaurant“, das wie der Name schon sagt, asiatisch orientiert ist. Insbesondere gefällt uns, dass man dort sich die Speisen „à la minute“ zubereiten lassen kann. Man füllt sich den Teller mit den gewünschten Zutaten wie z.B. Shrimps, Gemüse, oder Nudeln und es wird alles frisch gebraten.

Zum Unterhaltungsprogramm habe ich noch nicht viel gesagt. Die Tänzer, Musiker und Artisten sind durch die Bank sehr gut, was man von den sogenannten Humoristen nicht sagen kann.


09.02.2026 Buenos Aires
Buenos Aires hat ja, zumindest für uns, einen guten Ruf. Die 15 Millionen Einwohnerstadt wird auch das Paris Südamerikas genannt. Wir werden nun fast zwei Tage hier sein, nachdem wir um 10 Uhr heute morgen festgemacht haben. Das ausgerechnet ein Friedhof und eine Buchhandlung unsere ersten Ziele waren erklärt sich so:
Der Cementario de la Recoleta inmitten des gleichnamigen gehobenen Stadtviertels, ist sowas wie der Nationalfriedhof Argentiniens und alles was Rang und Namen hatte, ist hier in mehr oder weniger prächtigen Mausoleen bestattet. So wie auch Eva Peron. Man findet das Grab leicht, wir mussten nur den unzähligen japanischen Touristengruppen nachlaufen. Vorher musste man aber ordentlich löhnen, nämlich 14 € pro Person. Dass dieser imposante Friedhof entstehen konnte, erklärt sich, wenn man weiß das Argentinien bis in die 1950er Jahre eines der reichsten Länder der Erde war. Militärputsche, Sozialismusexperiment und unsinnige Kriege (z.B. Falkland-Krieg) haben das Land schwer geschädigt. Der jetzige Präsident versucht ja das Ruder mit drastischen Mitteln herumzureißen. Angesichts des Booms, den wir im Hafen sehen, scheint das zu gelingen.
Dafür war aber der Zutritt zur Buchhandlung El Ateneo kostenlos. Dass es die schönste Buchhandlung der Welt sei, ist nicht unwahrscheinlich. Befindet sie sich doch in einem ehemaligen Theater.
Wir sind ja in den Stadtteil Recoleta vom Terminal de Cruceros mit Uber gefahren. Unsere Uber App hat als Zahlungsmittel PayPal hinterlegt. Das wurde in Argentinien nicht anerkannt. Wir haben dann Barzahlung gewählt, ohne Pesos zu besitzen. Nach einigem hin- und her hat der Fahrer dann reichlich US-Dollar akzeptiert (wir sprechen nur von einstelligen Beträgen). Für die Rückfahrt haben wir dann noch eine Kreditkarte in Uber hinterlegt. Das hat dann geklappt.










Der Tag war noch nicht zu Ende. Abends sind wir mit Uber in das Altstadtviertel San Telmo gefahren. Ein schönes Flair dort, wie in einer südeuropäischen Metropole. Kein Wunder, haben doch 90 Prozent der Bevölkerung einen europäischen Migrationshintergrund. Unser Ziel war ja die Bar Sur, wo wir den echten Tango sehen wollten.
Es gab nur so 30 Plätze in der Bar. Es waren, wie leicht zu erkennen, internationale Gäste. Wir erlebten eine wirklich tolle Darbietung aller Facetten des Tangos. Dazwischen auch Gesangsauftritte. Die musikalische Begleitung mit Klavier, Violine, Bassgeige und Ziehharmonika war ebenfalls hervorragend. Dass Buenos Aires das teuerste Pflaster Südamerikas ist, spiegelte sich in den Preisen: Eintritt 100 US$, Bier 10 US$. Aber das war es allemal wert.











